Kategorie Archive: Geschichte

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10. Oktober 2011

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Funakoshis Einteilung der Kata

Bei dem Versuch die vielen Kata des Karate zu kategorisieren entstanden mehrere Modelle. Bekanntere Formen dieser Kategorisierung sind die Kategorisierung anhand des Fortschritts eines Karateka in Kata für Anfänger und Fortgeschrittene sowie die Einteilung nach Shōrin Ryū und Shōrei Ryū. Letztendlich sind alle Formen der Kategorisierung in meinen Augen problematisch.

Bei der Einteilung der Kata in Kata für Anfänger und Kata für Fortgeschrittene fallen heutzutage Kata in die letztere Kategorie, die allerdings in der Vergangenheit dafür verwendet wurden Anfänger in das Karate einzuführen. Die Naihanchi-Gata (Tekki), die Rōhai-Gata (Meikyō) und die Seishan (Hangetsu) seien hier mal als Beispiele genannt.

Auch die Einteilung der Kata in  Shōrin Ryū und Shōrei Ryū entbehrt nicht einer gewissen Problematik. Weiterlesen

22. Juni 2011

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Sakugawa und das Dōjōkun

Sehr häufig wird zum Thema Dōjōkun eine große Menge Unsinn verbreitet. Da sich viele Vereine, Dōjō oder anderweitig Karateinteressierte/ -betreibende häufig des deutschen Wikipediaartikels bedienen, um sich zu diesem Thema zu informieren, soll dieser als Referenz dienen, um den hier verzapften Quatsch in diesem Artikel einmal zu entlarven.

Punkt 1. Im Wikipediaartikel wird behauptet, dass die Regeln des Dōjōkun die Verhaltensregeln des Budō seien.

Punkt 2. Im Wikipediaartikel wird behauptet, dass die Regeln des Dōjōkun wohl unter anderem von Sakugawa Kanga überliefert und verbreitet wurden.

Punkt 3. Im Wikipediaartikel wird behauptet, dass man dem Dōjōkun noch immer in traditionell-orientierten Kampfkunstschulen begegnet. Weiterlesen

15. Mai 2011

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Funakoshis Grundsätze zum Training

Vor kurzem wurde ich beim Training Zeuge, wie eine Diskussion bzgl. der richtigen Ausführung einer Grundstellung entbrannte und zwar zwischen einem Dōjōmitglied und dem Lehrer. Hierbei fiel mir die Art und Weise wie dieses Mitglied agierte negativ auf. Da die Diskussion während des Trainings entbrannte, stahl diese dem Lehrer und den anderen etwas Zeit. Anstatt die Sache nach dem Training noch mal unter vier Augen zu klären, entflammte sich die Diskussion einige Tage später erneut, via Rundmail, so dass alle Dōjōmitglieder etwas davon hatten. Es wurde unter anderem auch das Argument angeführt, dass es vor 20 Jahren mal so gelernt wurde und es deshalb richtig sei. Lange Rede kurzer Sinn. Dieses Mitglied pochte auf seine Meinung über die Ausführung der Grundstellung, die leider nicht korrekt ist und war nicht mit guten Argumenten zu überzeugen.

Warum schreibe ich darüber? Ich komme später noch einmal darauf zurück.
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25. April 2011

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Würfe im Karate

Leider wird vom Großteil der Karateka nur das Schlagen, Stoßen, Treten und Annehmen (Blocken) geübt. Für den Wettkampf ist sogar nicht einmal das notwendig. Karate selbst ist, in meinen Augen, eine komplette waffenlose Kampfkunst, die eben nicht nur aus Schlagen, Treten und Blocken besteht.

Funakoshi Gichin hielt in seinem Buch “Karate Dō Kyōhan” folgendes fest.

Schlagen, Stoßen und Treten sind nicht die einzigen Methoden im Karate. Wurftechniken und das Drücken gegen die Gelenke sind ebenfalls ein Bestandteil. [...] Man sollte immer daran denken, dass, obwohl das Wesentliche des Karate aus einem einzigen Stoß oder Tritt besteht und man sich niemals von einem Gegner greifen lassen sollte oder sich auf eine Rangelei mit ihm einlassen sollte, man vorsichtig sein und nicht dadurch verlieren sollte, weil man Bedenken hat, einen Wurf anzubringen oder den Gegner in einen Haltegriff zu nehmen. [...] All diese Techniken sollten in Bezug auf die grundlegenden Kata studiert werden.

Vielen ist diese Seite des Karate leider nicht bekannt. Selbst unter denjenigen, denen dieser Fakt bekannt ist, trainiert nur ein Bruchteil Würfe, Hebel und so weiter. Auch wenn der primäre Fokus im Karate nicht bei den Würfen liegt, sollten diese Fähigkeiten durchaus ausgebildet werden, um ein entsprechend vielseitiges Arsenal an Möglichkeiten einsetzen zu können, für den Fall der Fälle. Würfe waren von jeher Bestandteil des Karate. Hierzu gibt es sogar recht frühzeitige Augenzeugenberichte.

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15. März 2011

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Karate in der DDR

Beim Surfen durch das große, weite Internet fiel mir auf, dass viele Karatevereine auf dem Gebiet der neuen Bundesländer auch heute noch Mitglieder haben, meist sind diese auch die Übungsleiter, welche ihre ersten Karateerfahrungen bereits schon zu Beginn oder Mitte der 1980iger Jahre machten, auf dem Gebiet der ehemaligen DDR. Immer wieder kann man aus den Ausführungen dieser Leute herauslesen unter welchen abenteuerlichen Bedingungen und Umständen trainiert und geübt wurde.
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